Fahr mal auf … die Trang-Islands! #BlickaufsMeerstattKopfvordieWand

Ich nörgel jetzt hier gar nicht über das Januarwetter, denn sicherlich kann so ziemlich jeder sehen, warum es unbedingt mal wieder an der Zeit ist, einen Thailand-Sehnsuchts-Post in die Welt zu schicken.
Passenderweise wurde bei Fee ist mein Name #BlickaufsMeerstattKopfvordieWand gestartet – eine Aufruf dazu, statt sich von allem stressen zu lassen und alles mistig zu finden, mal ordentlich auf’s Meer zu schauen. Und dafür wird das Internet jetzt mal ‘ne Runde mit Meerblick vollgepackt.
Da zieh ich doch gleich mit und erinnere mich an die Mini-Rundreise durch die Trang-Islands im März 2014. Warum Mini? Trang Islands gibt es viele, viele, viele. Tatsächlich gesehen habe ich nur zwei von ihnen, allerdings im Oberentspannungsmodus, sodass der Reisebericht perfekt ist, um mal in aller Ruhe ans Meer zu denken und viele, viele Fotos auszupacken.

 

Welcher Ort? Trang Islands, Südthailand
Warum Hinfahren? MEER! Und Ruhe und
Essen und ein paar Sehenswürdigkeiten.
Wie viel Zeit einplanen? Pro Insel 2-3
Nächte
Wie An-/Abreisen? Von irgendwo in
Thailand nach Trang per Bus, Zug oder Flugzeug, von dort aus Minibus
nach Hat Yao oder Pak Meng – je nachdem, welche Insel zuerst
angesteuert wird. Von dort aus per Boot / Fähre auf die Inseln.
Alternativ von Koh Lanta oder Koh Lipe mit der Fähre. Fragt nach Kombinierten Bus- und Bootsfahrten.
Was unternehmen? Am besten einfach mal
gar nichts, Insel-Hopping, Schnorcheln, Essen
Wo Übernachten? Bungalows in
Strandnähe ab ca. 10 € pro Person und Nacht.
Was Essen? Fisch und Meeresfrüchte
Achtung: Die Trang Islands sind so
klein, dass es unwahrscheinlich ist, einen Geldautomaten zu finden.
Plant also ein, wie viel ihr braucht und hebt es vorher ab.
Das ist die Trang-Provinz. Die vorgelagerten kleinen Inselchen sind gerade so noch zu sehen. Quelle: Wikipedia.
 
Ich musste zum vierten Mal nach Thailand fahren, um die Trang Islands überhaupt auf der Karte zu registrieren. Hauptsächlich haben sie auf der Reise gut in den Plan gepasst, da wir anschließend weiter nach Malaysia gefahren sind. Trotz der etwas weiten Anreise sind die Inseln aber auch ohne praktischen Anlass eine Reise wert – sie heben sich deutlich vom sonstigen Trubel ab, dem man auf thailändischen Inseln wie Koh Samui, Koh Phangan, Koh Phi Phi und den anderen gängigen Namen häufig begegnet. Je nach Insel kann man zwischen „ruhig“ und „ich will keine anderen Menschen sehen“ entscheiden.
Lomo-Foto: Der Bootsanleger von Hat Yao als Einstimmung auf all das Schöne, das auf den Inseln wartet.
Wir haben uns zuerst für Koh Libong und damit für möglichst wenige andere Touris entschieden. Bis auf eine Hochzeitsgesellschaft war sonst auch tatsächlich kaum jemand in unserem Resort. Der Strand dort ist nicht zum Baden geeignet, zum Rumliegen auch eher wenig, da er ziemlich steinig ist und von Mittag bis Nachmittag in der prallen Sonne liegt. Der grandiose Ausblick von der schattigen Terrasse hat sich umso mehr gelohnt.
Wenn du so viele Sonnenuntergänge überm Meer gesehen hast, dass du davon eine Pause brauchst, hast du alles richtig gemacht – auf Koh Libong
Das besondere an Koh Libong sind die Seekühe, die um die Insel herum beheimatet sind, und die man in den Vormittagsstunden per Longtailboot beobachten kann. Allzu spannend ist das nicht, da sie selten mehr als eine Flosse oder einen Rücken von sich sehen lassen, dafür ist die generelle Bootstour sehr entspannt und voller schöner Aussichten auf die Insel.
Die zweite Insel, die wir besucht haben, war Koh Ngai. Der Strand hier war deutlich besser zum Sonnen und vor allem zum Baden und Schnorcheln – den halben Tag haben wir also unter Wasser verbracht, die andere Hälfte mit Buch in der Hand am Strand.
Die Insel Koh Muk hat bietet eine unheimlich spektakuläre Höhle, die man entweder von der Insel selbst oder von umliegenden Inseln aus besuchen kann. Wir haben uns allerdings dagegen entschieden, da, wenn nicht gerade absolute Nebensaison ist, die Höhle so voller Touris ist, dass der landschaftliche Genuss ziemlich flöten geht.
Einfach nur mit einem Boot zwischen all den kleinen Inseln umherfahren ist ziemlich spektakulär – so ganz klassisch thailändischer Strand eben, und damit überall wunderschön. Taucher kommen in der Region ebenfalls auf ihre Kosten, der Sport ist aber nicht so populär wie beispielsweise auf Koh Tao oder Koh Phi Phi.
Wir sind von Hua Hin aus mit dem Nachtzug nach Trang gefahren (12 € und auch ebenso viele Stunden – der Preis bezieht sich allerdings auf einen Sitzplatz), haben dort eine Nacht verbracht und sind anschließend per Minibus und Boot nach Koh Libong gefahren. Alles zu organisieren war etwas knifflig, da der Zug fast völlig ausgebucht war, die Stadt Trang an sich wirklich sehr unspektakulär und die Reise mit Bus und Boot ziemlich kräftezehrend. Etwas teurer aber dafür einfacher ist es sicherlich, von irgendwo in Thailand aus eine kombinierte Bus- und Bootstour zu
buchen, da die VIP-Busse oft bequemer sind als die Züge und die ganze Tour etwas besser durchgeplant ist.
Glaubt dem Reiseführer: Die Stadt Trang ist touristisch wirklich uninteressant. Dafür haben wir dort grandiose Nudelsuppe mit Fischbällchen gegessen.
Von Koh Lanta und Koh Lipe aus fahren außerdem mehrmals am Tag Fähren, die die Trang Islands einmal komplett abklappern. Die Tickets sind mit ca. 20 € für längere Strecken relativ teuer, die Fahrt an sich lohnt sich aber schon dank all der schönen Blicke auf die umliegenden Inselchen.
Die Longtailbootfahrer an den Stränden und Häfen fahren natürlich auch immer gerne Touris umher – allerdings zu extrem hohen Preisen (ca. 50 € – 80 € für eine längere Tour). Wer sich das gerne leistet, bekommt dafür aber eine noch schönere Reise als mit der Fähre.
Wie schon geschrieben, am besten einfach mal gar nichts, nur ausruhen.
Da sämtliche Ausflüge per Boot stattfinden, sind sie alle relativ teuer. Beispielsweise haben wir für zwei Stunden Seekuhpopos gucken auf Koh Libong 50 € gezahlt. Meistens lohnen sich solche
Touren aber durchaus, da man mehrere Stunden lang durch unheimlich tolle Landschaft schippert, wahlweise schnorcheln oder schwimmen kann, Tiere, besondere Felsformationen, Höhlen oder ähnliches sieht und bei den größeren Ausflügen meist auch noch ein paar Snacks verteilt werden. Wer so etwas am liebsten täglich unternehmen möchte, sollte sein Reisebudget entsprechend planen.
Lomo-Foto: Natürlich gab’s bei der Bootstour vor Koh Libong den verrücktesten Sonnenbrand meines Lebens.
Lomo-Foto: …und seines ebenso.
Ansonsten lohnt es sich an den schönen Stränden auf jeden Fall, Taucherbrille und Schnorchel dabei zu haben.

Achtung:
Besorgt euch eure komplette Strandausrüstung, bevor ihr auf die Inseln fahrt. Wir haben den Inselzuschlag schmerzhaft zu spüren bekommen, als unsere Sonnencreme alle war und wir uns für 13 € eine neue kaufen mussten. Taucherbrillen, Schnorchel und Handtücher sind ähnlich teuer.
Je nach Saison lohnt es sich, Hotels bereits vorher zu buchen. Auf Koh Libong war es gut, zu wissen, wo wir hin müssen, und auf Koh Ngai waren viele Hotels bereits ausgebucht.
Ich bin kein Fan von Gezeiten, aber wenn Ebbe so aussieht, sind sie schon okay – auf Koh Ngai.
Wie so oft in den Strandregionen findet man eher Bungalow-Resorts als Hotels und zahlt natürlich auch eine ordentliche Ecke mehr als für ein fensterloses Zimmer in Bangkok – hat dafür aber im Glücksfall auch Bambushüttenromantik mit direktem Meerblick. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sich durchaus lohnen kann, zu verhandeln: Wenn ihr bei der Ankunft gleich festmacht, dass ihr drei Nächte oder mehr dort bleibt, geht der Preis oft nochmal um 3-5 € pro Nacht runter.
Auf Koh Libong haben wir im Libong Beach Resort eine der billigeren Hütten ohne Sicht auf’s Meer, dafür aber dennoch mit Charme und für ca. 17 € pro Nacht (zwei Personen) ergattert. Das Resort war ziemlich schön, das Essen dort prima und der Preis wohl so ziemlich der günstigste auf der Insel.
Auf Koh Ngai hatten wir etwas Pech, denn das günstigste Resort war wirklich sehr schäbig – einfach sehr ungemütlich und dreckig, und am Ende haben wir uns beide noch eine Lebensmittelvergiftung dort eingefangen. Da ich nicht mehr genau weiß, wie es hieß, sag ich aber lieber mal nix böses über irgendwen.
Empfehlenswerter ist auf jeden Fall Ko Hai Camping – hier zeltet man tatsächlich in nächster Nähe zum wunderschönen Strand. Der Ort gehört zu einem Tauchcenter, wer darauf also abfährt, sitzt hier an der Quelle. Da das Zelten unheimlich beliebt ist, sollte auf jeden Fall vorher gebucht werden!
Wie eigentlich überall in Thailand ist das Essen auch auf den Trang Islands eigentlich überall enorm lecker. Durch die Nähe zum Meer sind natürlich Fisch und Seafood der Renner – in fast jedem Restaurant kann man sich den Fisch frisch aussuchen und auf den Grill packen lassen. Wie auf den meisten Inseln ist allerdings etwas mehr Geld für Essen einzuplanen.
Stichwort Lebensmittelvergiftung: Die ist, glaube ich, eigentlich gar nicht so Standard dort. Wir haben einfach nur ein Restaurant mit sehr, sehr dreckiger (= Katzen laufen über die Arbeitsfläche) Küche erwischt. Der Fisch ist in der Regel unheimlich frisch und wird auch dem europäischen Magen nicht gefährlich.
Hier noch ein Tipp für alle, die den Strandtag mit ein paar Drinks beenden möchten: Auf den kleinen Inseln werdet ihr kaum einen Supermarkt finden, in dem das Bier günstig ist und auch die Bars dort verlangen oft ziemlich hohe Getränkepreise – schließlich muss ja alles erstmal auf die Insel geschafft werden und dadurch wird’s teuer. Was in Thailand aber durchaus machbar ist, ist, sich in einem Supermarkt (auf dem Festland oder einer größeren Insel) eine Flasche Schnaps (z.B. Sangsom, den klassischen Thai-Rum) zu kaufen und diese auch mitzunehmen, wenn man
in eine Bar geht. Freundlich angefragt geht es für die meisten Barkeeper vollkommen klar, dass ihr euren eigenen Alkohol dabei habt und sie euch den Abend über mit Eis, Sprudelwasser, Sprite und Cola zum Mischen versorgen.
PUH. Jetzt hab ich Fernweh. Und ihr? War vielleicht jemand schon mal auf einer der anderen Inseln und möchte davon genaueres berichten?

Ein Kommentar bei „Fahr mal auf … die Trang-Islands! #BlickaufsMeerstattKopfvordieWand“

  1. Oh super!! Ich glaube, nach Thailand muss ich auch irgendwann mal <3

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