Rückblick, Ausblick und viel, viel Kaffee

Als ich gestern in der Straßenbahn saß, zeigte der Entertainment-Bildschirm mal wieder so einen schlauen Spruch an. “Niemand ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hätte, anderen zu erzählen, wie beschäftigt er ist.”

“Du Blödmonitor, hör doch auf, uns täglich allen zu erzählen, was wir falsch machen, sag doch einfach, dass sämtliche Fahrgäste heute echt gut aussehen”, dachte ich mir noch. Und alles nur, um heute früh beim Duschen das Fünkchen Wahrheit zu erkennen und euch jetzt zu erzählen, wie irrsinnig beschäftigt ich doch bin.

Auf dem Weg zur Messe – denn, ja, alle Märkte werden zu Fuß, per Straßenbahn und wenn gar nichts mehr geht per Taxi erreicht.

Zu erzählen gibt es hauptsächlich vom wilden langen Wochenende vom 3. bis zum 5. Oktober. An allen drei Tagen fand die modell-hobby-spiel Messe statt, am 4. außerdem noch das Westpaket, das ich mir auch nicht entgehen lassen wollte. Also: Drei Tage, zwei Marktstände, ein Liebster, zwei liebe Freunde. Und los!

Die Messe startete wie immer ziemlich entspannt für mich als Aussteller. Am Donnerstag habe ich schon die ersten Sachen hingebracht, um dann der Ruhe der Messehallen ohne Besucher sogleich wieder zu entfliehen, und zu Hause noch viele, viele Schmuckstücke zu fertigen, denn zwei Märkte wollen ja auch mit Sächelchen versorgt sein.

Die Nachbarn waren schlau und haben sich was für die kahle Wand mitgebracht. abgesehen davon konnte sich der average pony / average pony D.I.Y. / nähkombinat Stand aber sehen lassen!

Der Messefreitag war superwuselig! Vermutlich dank des Feiertags aber trotz des schönen Wetters war eine Riesenmasse an Besuchern da, von denen sich viele im Kreativbereich der Halle 2 – wo auch unser Stand war – tummelten. Ein erfolgreicher Tag! Und das schöne an der Messe ist ja, dass man abends einfach nur alles ein wenig zusammenpackt, sich entspannt in die Bahn setzt und nach Hause tingelt.

Der Samstagmorgen ging dann etwas anders los: Während mein Liebster zur Messe fuhr, nahm ich alle meine Kräfte, einen Rucksack voller Schals und Schmuck, zwei Tische und allerlei Kisten und Kästchen zusammen und machte mich zu Fuß auf in Richtung Westpaket, wo ein guter Freund auf mich wartete – dessen Freundin sich wiederum auf den Weg zur Messe machte, um dort am Stand zu helfen.

Klein, aber o so fein: Der Mini-Stand auf dem Westpaket.

Das Westpaket war großartig! Am besten, ihr schaut mal auf Facebook oder der Seite des Leipziger Westbesuchs, wenn ihr neugierig auf ausführliche Informationen seid. Für uns war’s jedenfalls ein toller Tag voller lieber Leute, guter Verkäufe, und kleiner eigener Eroberungen – denn spätestens, wenn der Hunger kommt, lohnt es sich unheimlich, selbst über’s Westpaket zu schlendern.

Beim Speedhäkeln auf dem Westpaket erwischt von Volly Tanner.

Als alles geschafft war und die Sonne romantisch über der Karl-Heine-Straße unterging, trafen wir uns mit Freunden und den Messe-Mitstreitern – die leider von einem ziemlich langweiligen Tag mit wenigen Besuchern berichteten – zum Burgeressen in der Lieblingsbar.

Zwischendurchgebastel, denn der Stand soll ja voll sein!

Über den Messesonntag gibt es leider nicht besonders viel zu berichten. Schnarch! Da war leider kaum etwas los, zumindest im Kreativbereich. Dafür konnten wir selber in Ruhe durch den Spiele-Bereich schlendern und können uns jetzt stolze Munchkin-Besitzer nennen! Yeah! Jetzt brauchen wir nur noch wen, der mit uns spielt.

Fazit? Ein langes, langes, eigentlich gar nicht so schlimm stressiges Wochenende, das neben Anstrengung vor allem Spaß, liebe Gesichter in Erinnerung und viele neue glückliche Kunden gebracht hat. 🙂 Wer übrigens nicht in Leipzig sein konnte oder sich ärgert, einfach am Stand vorbei gegangen zu sein:

Loopschals gibt’s beim nähkombinat.

Schmuck und Mützen gibt’s bei average pony.

Washi Tape gibt’s bei average pony D.I.Y.

Tja, und nu? Bin ich immer noch schwer beschäftigt, denn Dawanda hat eine weitere Rabattwoche veranstaltet, deren Bestellungen grad noch abgearbeitet werden, der Leipziger Laden Vielfach braucht ganz dringend neue Mützen, und, und, und. Und spätestens hier kommt dann der Kaffee ins Spiel.

Aber ich gelobe Besserung und habe schone in paar spannendere Blogposts im Sinn, die sich nicht nur mit “Ich habe sooo viel zu tun, huiuiui!” beschäftigen. Und finde trotz allem immer noch, dass die Bildschirme in der Bahn ruhig mal was positives über die Leute um sie herum sagen könnten.

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