Fotos in Handletterings einbinden

Fotos in Handletterings einbinden

Fotos in Handletterings einbinden, was bitte? Jap, genau: Hier soll es nicht darum gehen, wie du deine Handletterings zu Teilen von Fotos werden lassen kannst. Stattdessen zeige ich, wie aus deinen digitalisierten Handletterings in nur wenigen Schritten “Fenster” werden, hinter denen ein Foto zu sehen ist.

Fotos in Handletterings einbinden

Fotos in Handletterings einbinden – das sind die Grundlagen

Zuallererst benötigst du natürlich ein Handlettering, das dir gut gefällt. Ich habe für mich festgestellt, dass es doch mehr Zeit und Übung braucht, bis ich mit einem Schriftzug voll und ganz zufrieden bin. Vielleicht können dir diese Handlettering-Basics etwas weiterhelfen.

Handletterings digitalisieren, also vom Papier auf den Computer bringen, ist gar nicht so knifflig, wie es vielleicht klingt. In dieser Anleitung werde ich die Schritte recht schnell abhandeln, aber keine Sorge: Hier zeige ich ausführlich, wie du dabei vorgehen kannst.

Für dieses Projekt benötigst du ebenfalls ein Bildbearbeitungsprogramm – ich arbeite mit GIMP – und ein Vektorgrafikprogramm – ich verwende InkScape.

Außerdem benötigst du natürlich ein schönes Foto, das aus deinem Handlettering hervorstrahlen soll.

"hello"-Schriftzug mit Foto dahinter

Los geht’s

Um Fotos in Handletterings einzubauen gehst du so vor wie beim “einfachen” Digitalisieren deines Handletterings.

  • Fertige ein schönes Handlettering an. Am einfachsten lässt sich später daran weiterarbeiten, wenn du mit Schwarz auf Weiß letterst. Aufgepasst: Da ja am Ende ein Foto dahinter erkennbar sein soll, lohnt es sich, etwas flächiger zu schreiben.
  • Scanne dein Handlettering ein und öffne es im Bildbearbeitungsprogramm. Erhöhe den Farbkontrast und entferne eventuelle Flecken auf dem Bild mit dem Radiergummi-Werkzeug.
  • Wähle im Bildbearbeitungsprogramm mit dem Farbauswahl-Werkzeug alle schwarzen Flächen deines Letterings aus, kopiere sie und füge sie im Vektorgrafikprogramm ein.
  • Generiere daraus eine Vektorgrafik in deiner Wunschgröße und exportiere sie als .png-Datei.

Nach all diesen Schritten solltest du einen schwarzen Schriftzug auf transparentem Hintergrund in deiner Wunschgröße haben.

So wird aus deinem Lettering ein “Fenster”

Das Foto bearbeiten

Öffne die .png-Datei, die du eben erzeugt hast, in deinem Bildbearbeitungsprogramm. Öffne außerdem das Foto, das du für dein Projekt ausgewählt hast. Ich habe mich für den alten “hello”-Schriftzug und ein Ostsee-Foto entschieden.

Öffne das Foto und den Schriftzug im Bildbearbeitungsprogramm

Da mein Foto wesentlich größer ist als der Schriftzug und ich gar nicht so viel vom Bild benötige, schnappe ich mir zuerst das rechteckige Auswahl-Werkzeug und schneide aus dem Foto den Teil raus, den ich haben möchte. Wenn das bei deinem Bild nicht nötig ist, kannst du das Foto auch so lassen wie es ist.

Schneide das Foto auf deine Wunschgröße zu

Eine einfarbige Ebene hinzufügen

Nun wählst du in der Werkzeugleiste als Vordergrundfarbe die Farbe aus, aus der dein Foto schließlich herausschauen soll. Ich habe mich für ein Mintgrün entschieden. Klicke auf “Ebene” – “Neue Ebene…” und erstelle eine Ebene in der Größe des Fotos, die mit deiner Vordergrundfarbe gefüllt ist.

Füge eine neue Ebene in der vorher von dir ausgewählten Vordergrundfarbe hinzu.

Nicht erschrecken: Plötzlich sieht dein Bild ganz schön einfarbig aus! In der Ebenenleiste erkennst du aber, dass das Foto nicht weg ist, sondern nur unter der neuen Ebene liegt.

Nicht erschrecken: Das Foto ist nicht verschwunden, sondern liegt unter der neuen Ebene.

Das Handlettering einfügen und ausschneiden

Endlich geht’s zurück zum Lettering! Kopiere die Grafik zunächst. Nun öffnest du wieder das Bild, bei dem dein Foto hinter der einfarbigen Ebene liegt und klickst auf “Bearbeiten” – “Einfügen als” – “Neue Ebene”. Wenn dein Lettering nun nicht sofort zu sehen ist, sei unbesorgt und schau mal in die Ebenenleiste. Dort muss das Lettering ganz oben angezeigt werden. Ist es dort nicht, kannst du es einfach per Drag & Drop dorthin ziehen. Mit dem Verschiebe-Werkzeug kannst du nun das Handlettering dort platzieren, wo du es haben möchtest. Bei mir ist das die Bildmitte.

Füge das Handlettering ein und platziere es in der Ebenenleiste ganz oben

Platziere das Lettering

Nun wählst du mit dem “Nach Farbe auswählen”-Werkzeug deinen Schriftzug aus. Jetzt sollte alles Schwarze deines Schriftzugs ausgewählt sein.

Gehe jetzt in die Ebenenleiste und klicke auf das kleine Auge neben der Ebene, auf der dein Lettering zu sehen ist. Damit schaltest du es unsichtbar, während die Umrisse ausgewählt bleiben. Klicke nun auf die einfarbige Ebene.

Das Lettering ist unsichtbar, aber die Auswahl ist noch da

Drücke die “Entfernen”-Taste – und Ta-Da! – dein Lettering wurde aus der Ebene ausgeschnitten. Nun kannst du die Auswahl löschen (indem du auf “Auswahl” – “Nichts auswählen” klickst) und dein fertiges Bild bewundern.

Fotos in Handletterings einbinden - der fertige Schriftzug

Und jetzt? Rumzeigen und Loslegen!

So schwer war das gar nicht, oder? Ich wette, du hast jetzt ein ziemlich schönes Bild vor dir …und viele neue Projekte, bei denen du Fotos in Handletterings einbinden kannst. Nun kannst du natürlich noch weiter an deinem Bild rumspielen. Wenn dir beispielsweise die Farbkombination nicht ganz passt, kannst du die Vordergrundfarbe ändern. Und wer sagt denn, dass der Vordergrund einfarbig sein muss? Stattdessen kannst du auch einfach ein zweites Foto verwenden und dich völlig austoben.

Die Vordergrundfarbe kannst du auch nachträglich noch ändern

Noch mehr Handlettering?

Ich muss gestehen: Das hier ist nicht nur der erste Handlettering-Post seit Langem, sondern auch überhaupt das erste Lettering-Projekt seit Ewigkeiten. Ich habe einfach so viele andere Baustellen und kleine feine Projekte, dass ich viel zu selten dazu komme. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich für ein schönes Lettering wirklich sehr viel Zeit und Mühe brauche. Und bevor ich etwas halbherzig starte, starte ich es lieber erstmal gar nicht. Aber ich freue mich schon jetzt darauf, dass es mich eines Tages wieder packt!

Werbung & Transparenz: Ich erwähne hier zwar, welche Programme ich verwende und wie du mit ihnen arbeiten kannst, erhalte aber keine Gegenleistung dafür. Mit anderen Grafikprogrammen wirst du sicher ähnlich gute Ergebnisse erzielen können.

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