Glascabochons kleben – so gelingt es (meistens)

Seit bestimmt fast 10 Jahren kommt man in dieser Dawanda-Etsy-Kreativmarkt-Welt kaum noch an Glascabochons vorbei. Ehrlich gesagt, manchmal wird mir die Fülle an Pünktchen, Eulen und Füchslein manchmal etwas viel – aber das Schöne ist ja, dass die transparenten und vergrößernden Glassteinchen so schön viele Freiheiten lassen. Also, schnapp dir dein Lieblingsmotiv – auch wenn das eine gepunktete Fuchseule ist – und zaubere dir schöne Schmuckstücke daraus. Glascabochons kleben ist zwar eine kleine Wissenschaft, aber auf jeden Fall zu meistern.

Cabochons kleben - so gelingt es (meistens)

Glascabochons kleben – aber welche?

Glassteine gibt es in vielen Größen und Formen. Die Standardgröße für Ohrschmuck ist 12 mm, die Steine gibt es aber auch in 6 mm klein oder 30 mm groß. Standardmäßig sind sie einfach rund – manchmal flach, manchmal halbkugelförmig – aber es gibt sie beispielsweise auch in der Form von Herzen oder Vierecken. Schau dich einfach mal um, was dir gefällt.

Welche Fassungen gibt es?

Noch viel mehr! Ohrschmuck, Ketten, Haarschmuck, Broschen oder Krawattennadeln, schlicht oder mit Schnörkeln, aus antikem Messing oder strahlend silberfarben, auch hier findest du eine riesige Auswahl an Dingen, die du mit Cabochons bestücken kannst. Achte beim Kauf darauf, dass der Innendurchmesser der Fassung dem Durchmesser des Glassteins entspricht.

Du brauchst

  • Glascabochons in deiner Wunschgröße
  • passende Fassungen
  • Papier mit einem Motiv in der passenden Größe
  • Kleber – ich verwende am liebsten E6000*, das ist ein ziemlich guter aber auch ziemlich giftiger Industriekleber. Da ich oft viele Cabochons auf einmal verarbeite, habe ich mir eine Atemschutzmaske angeschafft. Wenn du nur einzelne Teile fertigst, reicht auch ein gut belüfteter Arbeitsplatz.

Der Anschaulichkeit halber zeige ich hier eine Kette mit einem Glascabochon der Größe 20 mm*.

Material für Cabochonschmuck: Kleber, Fassung, Motiv auf Papier und Glascabochon

Die Materialauswahl

Ein eigenes Motiv kannst du entweder selber malen oder auf Fotopapier ausdrucken. Ich verwende hochglänzendes Fotopapier von Avery Zweckform und Tintenstrahldruck. Je nach Material und Farbe musst du ein wenig aufpassen welchen Kleber du verwendest. Mach am besten vorher eine Probe, wie der von dir verwendete Klebstoff zusammen mit dem Papier und den Farben reagiert. Ich hatte zum Beispiel mal ganz schlechtes Fotopapier, das den Kleber einfach aufgesaugt hat und Luftbläschen entstehen ließ – das war dann natürlich doof, darauf direkt 200 Cabochons zu kleben.

Wichtig ist, dass dein Motiv etwa 1 mm kleiner ist als dein Cabochon, da ansonsten die Ränder verschwinden. Pass aber auf, dass das Papier trotzdem ausreichend Platz hat, am besten noch viel mehr als der Cabochon groß ist. Wenn du mehrere Glascabochons kleben möchtest, kannst du auch mehrere Motive nebeneinander platzieren.

Auf die Plätze, fertig, kleben!

Gib einen Klecks Kleber auf die Mitte der flachen Seite des Cabochons. Lege anschließend den Cabochon mit der beklebten Seite auf das Motiv. Ich habe festgestellt, dass es vor allem bei kleinen Motiven unter 12 mm gut ist, den Cabochon einige Sekunden so liegen zu lassen. Vor allem wenn der Kleber sehr flüssig ist, lohnt es sich, ihn hier nochmal ein paar Sekunden lang antrocknen zu lassen. Anschließend kannst du den Cabochon ein wenig hin und her bewegen, bis der Kleber sich komplett verteilt hat. Wenn du Luftbläschen entdeckst, ist jetzt der Moment, sie mit leichtem Druck und leichten Bewegungen an den Rand des Cabochons und heraus zu bewegen.

Einen Klecks Kleber auf den Cabochon geben Den Kabochon auf das Motiv legen und den Kleber verlaufen lassen Den Cabochon festdrücken, bis alle Luftblasen raus sind

Jetzt heißt es: Warten.

Und, wenn dein Kleber fies stinkt, erstmal gut durchlüften! Nun muss der Kleber einige Stunden lang trocknen – je länger, desto besser. Aus Gründen meiner Geduld habe ich es mir angewöhnt, Cabochons abends zu kleben und über Nacht trocknen zu lassen. Nach 8 bis 12 Stunden kann nichts mehr schief gehen.

Der fertige Cabochon, die Fassung und der Kleber

Schneiden, Begradigen, nochmal kleben

Wenn der Kleber ausgehärtet ist, kannst du deine Cabochons endlich ausschneiden. Das geht am besten mit einer scharfen, feinen Schere, die auch eventuelle Kleberränder zerschneiden kann. Schneide einmal rundherum, so, dass möglichst nichts mehr übersteht. Pass aber auf, nicht schon unter dem Cabochon zu schneiden, denn sonst machst du womöglich dein Motiv kaputt. Den ausgeschnittenen Cabochon kannst du direkt in die Fassung kleben. Jetzt heißt es: Nochmal warten. Hab ein paar Stunden Geduld, damit du sicher gehen kannst, dass deinem fertigen Schmuckstück nichts mehr passieren kann.

Mit einem Klecks Kleber den Cabochon in die Fassung kleben

Der Cabochon klebt in der Fassung

Sei nicht traurig, wenn mal etwas schief geht

Glascabochons kleben gelingt nicht immer. Manchmal können Cabochons noch beim Verarbeiten kaputt gehen. Seien es übersehene Luftbläschen oder solche, die sich erst noch beim Trocknen bilden. Letztere kannst du mit hochwertigem Papier und nicht zu flüssigem Klebstoff oft vermeiden, aber eben nicht immer. Sei nicht traurig, wenn beim Glascabochons kleben mal etwas misslingt – das kann passieren, ist aber kein Weltuntergang. Viele Missgeschicke kannst du außerdem vermeiden, wenn du dich mit deinen Materialien auseinandersetzt, Proben machst und alles immer schön lange trocknen lässt.

28 days of blogging

Dieser Post ist Teil von 28 days of Blogging 2018 – auch wenn ich, Obacht, Transparenz, ihn echt schon vor einem Jahr für 28 days of blogging 2017 geschrieben habe. Umso schöner, dass er jetzt endlich auch außerhalb meiner Festplatte rumräubern darf. Gestern war der 14. Februar – und somit sowohl Valentinstag als auch Halbzeit der Challenge. Das war auch den Posts anzumerken:

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