Lomography Throwback, Tipps & Tricks

Dies ist der Beginn einer Postreihe, die ich im Rahmen von 28 days of blogging mal ausprobiere. Gefällt sie, darf sie bleiben, macht sie keinen Spaß, kommt sie wieder weg. Aber ich hoffe doch mal auf Spaß! Für die nächsten vier Wochen gibt’s jeden Donnerstag ein Lomography-Throwback mit Bildern aus meinen analogen Lieblingskameras. Davon habe ich aktuell zwei: Die Diana F+, mit der ich mich auch nach über drei Jahren noch anfreunden muss, und die La Sardina, analoge Lieblingsknipse für Urlaube und Ausflüge. Auch wenn die Reihe hier nicht chronologisch fortgesetzt wird, fange ich doch mal ganz von vorne an – mit dem allerersten Film aus der Diana, beziehungsweise dem, was davon vorzeigbar ist.

Wer sich tapfer durch die Bilder scrollt, bekommt am Ende noch ein kleines Freebie für eigene Basteleien!

Lomography Throwback - Bilder mit der Diana F+

Die Diana kam im Sommer 2013 zu mir. Begeistert vom Bildformat, dem Überraschungseffekt analoger Fotos und überhaupt einem neuen Spielzeug saß ich also erstmal einen Tag lang verblüfft davor und versuchte rauszufinden, wie das denn nun mit dem Fotografieren alles funktioniert. Zunächst: Die Diana benötigt einen Rollfilm. Das ist nichts Schlimmes, aber wissenswert, wenn man denkt, man könne einfach so mit dem schönen Stück losziehen, sich einen 0/8/15-Drogeriefilm besorgen und los geht’s.

Was ich damals gerne gewusst hätte:

  • Einen Rollfilm bekommt ihr im Fotogeschäft oder online. Sucht einfach nach „120er Rollfilm“.
  • Eine Rolle mit 12 quadratischen (oder 16 rechteckigen) Bildern kostet etwa 5 €.
  • Das Einlegen des Films ist kein Hexenwerk und YouTube hilft weiter. Sogar mit einer ausführlichen deutschsprachigen Anleitung.
  • Der ISO-Wert des Films gibt dessen Lichtempfindlichkeit an. Verkürzt gesagt: Je höher er ist, bei umso schlechterem Licht kannst du fotografieren, aber desto empfindlicher ist der Film eben auch bei Helligkeit. Ich habe die ersten Bilder aus Angst vor Überbelichtungen mit einem 100er-Film geknipst, bin dann aber auf ISO 400 umgestiegen und habe damit auch an sonnigen Tagen schöne Ergebnisse erzielt.
  • Du kannst den Film in einer stinknormalen Drogerie entwickeln lassen.
  • Das Entwickeln des Films ist nicht teuer. Auf Nachfrage wurde mir vor dem ersten Entwickeln geantwortet, das koste so 3-4 € pro Bild, tatsächlich habe ich aber noch nie so viel gezahlt. Ohne großartige Sonderwünsche haben mich ein entwickelter Film und all seine Abzüge insgesamt immer so 4-5 € gekostet. Also lasst euch keine Horrorgeschichten erzählen.
  • Wenn ihr den Film aus der Kamera nehmt und zum Entwickeln bringt, passt auf, dass er straff gewickelt ist und bewahrt ihn so dunkel wie möglich auf. Ansonsten gibt’s, wie ihr gleich sehen könnt, Überbelichtungen an den Bildrändern.

Die ersten Bilder

Die waren so aufregend! Meine erste Amtshandlung war ja, mit Kamera bewaffnet durch die Leipziger Innenstadt zu rempeln, nur um dort festzustellen, dass ich von alldem überhaupt keine Fotos haben möchte. Also gab’s fürs erste nur ein Alibifoto, denn Abrisshaus geht immer.

Abriss eines Hauses in Leipzig, fotografiert mit der Diana F+

Nächster Versuch. Die Kamera kam mit zum Cucuma-Festival und siehe da, mit ein paar Doppelbelichtungen kamen dabei ganz schöne Fotos rum, auch wenn ich mir die Farben leuchtender gewünscht hätte. Eins davon hat es sogar in einen Rahmen und an die Wand geschafft.

Hier sieht man gut, was passiert, wenn unterwegs Licht an den Film kommt. Der Effekt ist ja ganz knuffig, aber standardmäßig möchte ich ihn nicht auf den Bildern haben.
Wer findet die Doppelbelichtung?

Man bedenke: Das waren so ungefähr Bild 4 und 5. Anfangs bin ich mit den Bildern sehr sparsam umgegangen, zum Einen aus Unsicherheit, zum Anderen weil ich noch an das Märchen der fies hohen Kosten für die Entwicklung glaubte. Die Kamera und derselbe Film durften anschließend also auch noch mit an die Ostsee fahren.

Lomography Foto: Strand bei Warnemünde

Lomography Foto: Selfie & Doppelbelichtung am Strand

Zu guter Letzt noch ein Foto in Leipzig, damit die Aufregung endlich ein Ende hat. Und dann ab zum Entwickeln!

Lomography Foto: Kirche in Leipzig

Meine ersten Gehversuche mit der Diana F+ hatten noch einige andere Ergebnisse. Ein paar davon tauchen nicht auf, weil Menschen drauf sind, die ihre Näslein nicht unbedingt im Internet sehen möchten. Ein paar habt ihr schon mal gesehen, nämlich in der Zusammenstellung meiner Fotounglücke mit der Diana F+.

Was ich gelernt habe

  • Ich komme mit Filmen mit einem höheren ISO-Wert besser klar. Doppelbelichtungen werden damit zwar schwieriger, „normale“ Fotos sehen aber deutlich besser aus. Und, so viel sei verraten: Der kommende Donnerstag wird da ein bisschen was beweisen.
  • Langweilige Motive werden nicht spannend, nur weil ich die Kamera grad spannend finde. Inzwischen habe ich aber mehr Übung darin, zu entscheiden, was ich fotografiere und was nicht.
  • Menschen fotografieren ist das allerbeste. Zwar kann ich euch die Bilder hier größtenteils nicht zeigen, aber die Diana-Fotos aus dem vergangenen Sommer mit Sonnenschein und Freund*innen wurden zu prima Weihnachtsgeschenken.
  • Weitermachen! Ich schwanke bei der Diana immer wieder zwischen Ehrfurcht und Faulheit, was dazu führt, dass ich sie nur sehr selten nutze. Wenn ich sie aber häufig dabei habe und viel knipse, habe ich schließlich doch einen Stapel schöner Bilder.

Alles keine Magie also und ich freue mich riesig darauf, euch in den kommenden Wochen noch ein paar Lomography Fotos zu zeigen – extra ausgewählt mit viel, viel Sonnenschein!

Yay, ein Freebie!

Weil Throwbacks immer Spaß machen und ich mich nebenbei im Handlettering übe – und mich ’ne Runde dafür feier, nach Versuch drölftausend ein Wort hinzukriegen – gibt’s hier noch was Feines für euch: Nämlich das „Throwback“ aus dem Bild da oben, das ihr nach Lust und Laune in eure eigenen Throwbacks einbinden könnt.

Throwback Handlettering Schriftzug

Einfach runterladen, mit eurem Lieblingsbildbearbeitungsprogramm öffnen, nach Lust und Laune umfärben, verbasteln, whatever. Eure Werke damit veröffentlichen und ordentlich stolz drauf sein könnt ihr natürlich auch sehr gerne! Über eine Verlinkung freue ich mich selbstverständlich. Was gar nicht geht, ist, den Schriftzug als euren eigenen auszugeben oder sogar zu verkaufen. Merci!


Dieser Blogpost ist im Rahmen der #28daysofblogging Challenge entstanden. Was da so geht und wie der Blogumzug gelungen ist, davon habe ich gestern erzählt. Was andere so posteten:

Von mir gibt’s noch ein riesiges Danke für all das liebe Feedback, das ich gestern nach dem Blogumzug bekommen habe! …und immer, immer wieder an die Menschen, die mir dabei geholfen haben!

5 Replies to “Lomography Throwback, Tipps & Tricks”

  1. Die Bilder sehen sehr interessant aus.
    Schön finde ich auch, dass Du ein paar Challenge-Teilnehmer vorstellst.
    Toll, dass ich auch dabei bin. 😉

  2. Auch wenn ich Diana F nicht kenne (aber dafür dich), erinnern mich deine Fotos und die Geschichten darum sehr an meine ersten Knipsereien als Ostkind mit meiner orangefarbenen Beirette aus Plastik: überlegen, welches Motiv es wert ist, auf dem Rollfilm verewigt zu werden und Spannung bis zum Abholen der Fotos, was daraus geworden ist.
    Danke, dass du mich daran erinnert hast 🙂

    LG Claudia (Katrin’s Schwester)

    1. Ooh, das freut mich aber, von dir hier zu lesen – und dass ich so schöne Erinnerungen wecken konnte 🙂 Die Diana ist praktisch ein Nachbau der Rollfilmkamera und kann im Endeffekt das gleiche: Nicht besonders viel, dafür aber ganz gut mit Bildern überraschen.
      Liebe Grüße, Maren 🙂

  3. Hach ja analoge Fotografie ist schon was für sich… am besten find ich den Tipp: Langweile Motive werden durch eine spannende Kamera nich besser. Wie wahr!

  4. Wow, analoge Fotografie ist echt ein Thema für sich. Ich bin schon froh, wenn ich mal aus dem manuellen Modus meiner Kamera rauskomme. 😀 An analoge Kameras traue ich mich (noch) nicht ran. Ich bin aber gespannt, was du noch so zeigen wirst!

Schreibe einen Kommentar