18 Reisebilder & ein Reiseplan

 

Die Sache mit dem Fernweh kenne ich ebenso gut wie das Bedürfnis, Wochen lang zuhause zu bleiben, an vertrauten Orten, mit vertrauten Personen. Nachdem der Sommer gefüllt war mit den entspannendsten 2 1/2 Wochen Festival (wohlgemerkt: Einzahl. Wenn ihr je die Möglichkeit habt, Auf- und Abbau eines Festivals mitzumachen, sagt nicht nein! Trotz Stress und Muskelkater ein tausendschöner Ausgleich zum Alltag.), zwei kleineren Touren nach Halle und Berlin, einem Besuch an der Ostsee und einem weiteren Festival zum Augustausklang, hatte ich mich fest drauf eingestellt, dass nun bald der Herbst anbricht, Teetrinken und Gemummel und Weihnachtsvorbereitung auf Dawanda starten.Tja, falsch gedacht: Relativ spontan feiern ein Freund und sein Bruder ihren Geburtstag auf Sardinien nach und haben eine ganze Bande Freund*innen eingeladen – und der Liebste und ich dürfen mit! Also nix mit Sommerausklang, bald gibt’s nochmal ordentlich Sonne, Strand und Urlaubslaune.

Trotz des „Oh fein, bald gibt’s Wollschal, Tee und Heizungsluft!“-Gedankens war es nicht schwer, das entsprechende Fernweh wieder aufzubauen, denn Ariane von Heldenwetter und Anna von Annanikabu haben mit ihrer Foto-Challenge #Reisebilder dafür gesorgt, dass jeden Tag ein anderes Reisethema über Instagram lief und ich immer wieder gezwungen war, die Reisefotos der letzten 11 Jahre nach einem passenden zu durchforsten.

Fast 1.800 Fotos sammeln sich unter dem Hashtag, 18 davon sind von mir und alle 18 gibt’s jetzt und hier. Weil wegen Fernweh.

 

 

Am 5. August bin ich mit der Reiselektüre eingestiegen. Im letzten Urlaub in Valencia hatte ich gar keine, sondern hing eher auf Twitter rum.
Am  6. August ging’s das erste Mal per Foto nach Georgetown, Malaysia. Es sollten viele weitere folgen. Georgetown ist voll mit großartiger Streetart und kleinen Details und unter bewusst Reisen – das Thema des Tages – fällt für mich vor Allem, sich die Zeit und Ruhe zu nehmen, all diese Details zu entdecken und zu genießen. Eine Lomo-Tour durch Georgetown gab’s auf diesem Blog auch schon mal.
Am  7. August habe ich entschieden, als „schönste Reise-Erinnerung“ eine meiner wichtigsten zu wählen: Die Reise in den Jemen im April 2007. Die Altsstadt von Sana’a sieht schon lange nicht mehr aus wie auf dem Foto. In der aktuellen Jungle World schreibt Oliver M. Piecha über das jemenitische Desaster.

 

Strahlend Blau – und um nicht auch bei einem Strandbild zu landen, wählte ich am 8. August diese Wand in (na ratet mal ;)) Georgetown aus.
Souvenirs bringe ich zwar zu Hauf mit, meistens aber eher Brauchbares. Also alles, was ich verbasteln oder essen kann. Von den schönen Dingen gibt’s dann „nur“ Fotos.

 

Das Reisegepäck findet sich ebenso wenig auf Fotos wieder und soll einzig und allein praktisch sein um Touren wie diese mitzumachen: Bei Sonnenaufgang hunderte Meter bei Ebbe durch flaches Wasser laufen, um schließlich auf ein Longtailboat zu klettern und die Reise fortzusetzen.

 

Nach einer kleinen Fotopause ging’s am 15. August weiter mit kulinarischen Entdeckungen, von denen ich die besten in Südostasien am Straßenrand, mit Plastikgeschirr und kühlem Bier gemacht habe. Hier in Kuala Lumpur.

 

Den schönsten Blick aus dem Fenster gab’s auf Koh Tao in der Shark Bay. Liegend vom Bett aus und mit vielen, vielen kleinen Haien im Wasser.

 

Definitiv nicht die beste oder liebste Unterkunft, nach der am 18. gefragt wurde, aber im Nachhinein die, über die ich noch die meisten Geschichten erzähle. Wen interessiert denn, wann ich wo super geschlafen und ein gemütliches Zimmer hatte? Und 3 € pro Nacht sind auch in Malaysia ziemlich unschlagbar.

 

Nach der Festivalpause ging’s am 23. August weiter mit dem Bild, auf dem sich so viel „immer wieder gern“ versammelt: Lomographie, Strand, rumhängen, Sonne, Knabberkram und der allerliebste Fotograf hinter der Kamera. ♥
Ein weiteres Mal bewusst reisen, ein weiteres Mal Streetart in Georgetown.

 

Kunterbunte Kuscheltiere auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai und die kurze Zeit, in der ich relativ viel mit der App Prisma rumgespielt hab.

 

Im botanischen Garten von Valencia leben so unglaublich viele Katzen. Diese weniger begeisterte habe ich am 27. August als Reisegebegegnung gewählt.

 

Überraschend war, im Frühjahr 2014 während der Proteste in Bangkok auf Nummer Sicher und nur ins Museum zu gehen …und auf dem Rückweg dann doch mitten in der Straßenblockade zu landen. Die sich zu diesem Zeitpunkt zwar schon in einen Spot für Tourifotos verwandelt, Eltern zuhause aber weniger begeistert hat.
So richtig, richtig blöde Sachen sind mir zum Glück noch nicht auf Reisen passiert. Also, Überfälle, Gewalt, Diebstahl, Koffer weg …nichts. Über die mieseste Story – den Tag, an dem die stundenlange Bootstour und die üble Lebensmittelvergiftung aufeinander trafen – konnte ich schon kurz danach ziemlich schmunzeln.
Beim Posten meiner Kotzestory am Vortag habe ich leider übersehen, dass das Thema „Sonnenuntergang“ auf den nächsten Tag fiel. Der Ordner mit den Fotos von der Neuseelandreise war die Rettung. Diese Schönheit entstand im September 2005 in Franz Josef auf der Südinsel.
Und schließlich: Die Reisepläne. Nach Valencia, wo dieses Foto entstanden ist, könnte ich wohl immer wieder. Aber – wiederhol ich mich? – erstmal geht’s nach Sardinien!
Habt ihr auch bei der Challenge mitgemacht? Mein Instagram-Account kam dadurch wieder in Schwung und wird seit Anfang August regelmäßig bespielt – mit ziemlich viel Spaß! Mittlerweile stecke ich schon in der nächsten Challenge und Handlettering wird sicher auch mal Thema auf dem Blog sein… über neue Follower freu ich mich natürlich immer riesig. ♥
– Maren

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