Valencia, du Schöne!

Nein, nein, das hier wird kein Reiserückblick, sondern nur ein kleines In-Erinnerungen-Schwelgen und Hoffen, dass ein bisschen Begeisterung über die Bildschirme zu euch hinüberschwappt.

Wer auf diesem Blog einen langen Atem hat, erinnert sich: Schon Weihnachten und Silvester 2014 / 2015 wurden in Valencia gefeiert. Es war wohl eine Mischung aus Einfallslosigkeit, dringendem Bedürfnis nach Entspannung und der simplen Tatsache, dass die Stadt halt echt. so. so. so. schön. ist. (!!!), die dafür sorgte, dass der Liebste und ich am zweiten Weihnachtsfeiertag die Rucksäcke packten, uns am Flughafen trafen und ein paar Stunden später in einer über airbnb erstöberten Studentenbutze im von Reiseführern als „hip“ bezeichneten Viertel Ruzafa wiederfanden.

Zehn Tage waren wir in Valencia unterwegs und haben …nun, eigentlich echt nicht viel gemacht. Dass wir ein Jahr zuvor schon sämtliche Sehenswürdigkeiten angesehen hatten, ermöglichte uns, uns jeden Tag aufs Neue einfach treiben zu lassen und statt Kathedrale, Markt und Seidenbörse (an denen natürlich trotzdem kein Vorbeikommen war), kleine Gassen zu durchstreifen …

 

…uns auch mal ein paar Tage außerhalb der Innenstadt und „unseres“ Viertels zu bewegen, uns in Hafennähe so richtig schön zu verlaufen und das ohnehin eher ruhige Benimaclet zur späten Nachmittagszeit fast menschenleer zu erleben.

Zwischendurch gab’s zwei Tage am Strand, der trotz Wind und Weihnachten Platz, Zeit und Ruhe für ausgiebige Mittagsschläfchen bot. Wie praktisch, dass sich direkt an der Promenade ein Paella-Restaurant ans andere reiht. Pro-Tipp: Ein Lokal etwas abseits der riesigen Tourimeile wählen, ’nen Zehner mehr als üblich im Portemonnaie haben und den Weißwein nicht vergessen. Pro-Tipp, der so pro ist, dass wir’s in zwei Jahren nicht geschafft haben: Kuchenhunger und viel Zeit mitbringen – und vor allem etwas Geduld, um auf einen Tisch zu warten – und ins La Más Bonita gehen.
Ich bin heute noch stolz auf meine Überredungskünste, am letzten Tag vor der Abreise dann doch nochmal in den Botanischen Garten zu gehen. Blühendes sucht man dort im Winter nach wie vor fast vergeblich, dafür gibt’s riesige Kakteen und vor allem: Katzen. So, so viele Katzen.

Und weil ich mit diesem Post keine einzige der „klassischen Sehenswürdigkeiten“ vorweggenommen, keine Speisekarte abgearbeitet und den Hinweis für schmale Geldbeutel – bucht euch in einer Studi-WG ein Zimmer – fallen gelassen habe, bleibt nur noch zu sagen: Fahrt hin und entdeckt die Stadt am besten einfach selber.

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