Kurzlebige Produkte: So hält dein Modeschmuck länger

Der #BloggerDenkenNach – April geht weiter und einen Post habe ich auch noch für euch. Beim letzten Mal ging’s bereits um Modeschmuck und darum, wie ich versuche, den Fertigungsprozess nachhaltig und fair zu gestalten.

Hier soll’s nun darum gehen, wie ihr selber dafür sorgen könnt, dass eure unechten Schmücker möglichst lange halten und schick aussehen.

“Unecht” meint, dass die Schmuckstücke nicht aus edlen Metallen wie Gold, Silber oder Platin bestehen. Häufig werden stattdessen Kupfer, Messing oder andere Metalllegierungen verwendet, die teilweise dünn mit Lack, Kunststoff oder anderen Metalllegierungen überzogen sind, damit sie die gewünschte Farbe erhalten.

Die guten Nachrichten: Nickel, auf das viele Menschen allergisch reagieren, ist mittlerweile aus den meisten Teilen verbannt und so können Nickelallergiker die meisten der bei uns im Handel erhältlichen unechten Schmuckstücke bedenkenlos tragen. Die Preise für Modeschmuck sind deutlich geringer als die für echten, was, nun ja, eben Modeschmuck daraus macht – und was sich bei vielen TrägerInnen schlichtweg in der Masse der Schmuckstücke, die sie besitzen, niederschlägt. Eine Kette für 12 € ist viel leichter gekauft und wieder ausgetauscht als eine für 120 €.

Die schlechte Nachricht ist die schlichte Masse der Teile, die besessen, neu gekauft und ausgetauscht werden. Zum Einen liegt das natürlich an wechselnden Trends, zum Anderen aber am Schmuck selbst: Modeschmuck kann so toll verarbeitet sein, wie er will, irgendwann kommt der Punkt, an dem er einfach nicht mehr gut aussieht, sondern irgendwie alt und oll.

Hier soll’s nun darum gehen, wie ihr diesen Zeitpunkt möglichst lange hinauszögern könnt.

Geht vorsichtig mit den Schmuckstücken um
Selbst wenn jede Öse der Kette sicher sitzt, wenn die Ohrhaken perfekt gebogen sind und die Ohrstecker prima verklebt: Modeschmuck ist nicht dafür gedacht, ihn an die Enkel zu vererben. Je stärker die Stücke beansprucht werden, desto schneller gehen sie kaputt. Passt darum auf, dass ihr behutsam mit jedem einzelnen Teil umgeht. Reißt euch die Ohrschmücker nicht achtlos von den Ohren, zieht nicht an Ketten herum und vermeidet Knoten darin.

Bewahrt euren Schmuck sorgfältig auf
Auf anderen Blogs, bei Freunden zu Hause, immer und immer wieder bei Pinterest: Schöne, dekomäßige Schmuckaufbewahrung ist überall zu sehen. Ein Ohrringbäumchen im Badezimmer ist allerdings nicht unbedingt eine Superidee. Modeschmuckmetalle verfärben sich nicht einfach nur, weil sie Modeschmuckmetalle sind, sondern weil sie auf Umwelteinflüsse reagieren. Die gängigsten davon sind Luft, Wasser und Licht. Ein feuchtes, warmes Badezimmer ist also kein idealer Ort, um Modeschmuck aufzubewahren. Wenn’s unbedingt eine Ohrringpinwand oder ein schicker Armbandhalter sein muss, dann platziere das Ding also lieber im Schlaf- oder Wohnzimmer.

Noch besser ist aber, auf die ganze Dekokiste zu verzichten und den Schmuck ganz spaßfrei und pragmatisch verschlossen und am besten einzeln aufzubewahren. Schraubkistchen, Mini-Schubladen oder Plastiktütchen eignen sich dafür wunderbar.

Seid vorsichtig mit Schmuck auf Reisen

Wenn ihr verreist, dann nehmt nicht eure gesamte Schmucksammlung mit, sondern wählt ein paar Lieblingsstücke aus, die ihr gerne tragt und die zu vielen Outfits passen. Hier eignen sich kleine Druckverschlussbeutel wie im Bild oder andere kleine Plastikbehälter prima, um Ketten knotenfrei zu transportieren und keine einzelnen Ohrstecker zu verlieren.

So hart es klingt: Finger weg
Gehört ihr auch zu denjenigen, die ständig an ihrem Schmuck herumspielen? Gedankenverloren Ketten verdrehen? Wenn’s langweilig ist den Ohrring schubsen? Wenn nicht, Glück gehabt! Ansonsten versucht, es euch abzugewöhnen. Eure Finger sind nie ganz und gar sauber und schon gar nicht ganz und gar trocken und beanspruchen dadurch die Schmuckstücke, an denen ihr mit ihnen herumspielt, sehr. Klar: Hautkontakt lässt sich bei Schmuck überhaupt nicht vermeiden, aber ihr müsst ihm ja nicht mehr zumuten als nötig ist.

Wenn doch mal etwas kaputt geht: Repariert es

Ich musste mich ja schon beim An-Schmuck-Rumspielen ertappt fühlen, aber auch diesen Punkt beachte ich viel zu wenig: Wenn einzelne Teile nicht mehr hübsch aussehen oder kaputt sind, ist es oft gar nicht so schwer, sie zu ersetzen. Warum nicht einfach den Anhänger einer kaputten Kette auf eine neue fädeln? Den Ohrringen neue Haken verpassen? Mit ein bisschen Übung ist nicht nur das Fertigen von Schmuck gar nicht so irre schwer und macht ziemlich viel Freude, sondern auch das Reparieren. Legt euch eine Grundausstattung an Zangen, Draht, Schmuckteilen und Perlen zu und durchforstet das Internet nach entsprechenden Anleitungen. Oder schaut bei Vanessas Schmuckschule vorbei, da gibt’s ganz grundlegende Tipps für Anfänger und Weiterbastler.

Wie bewahrt ihr euren Schmuck auf? Schicke Dekobäumchen, Kosmetiktaschengewühle oder tatsächlich schon sorgfältig und artgerecht? 😉

Alle Blogposts zum Thema “Kurzlebige Produkte” findet ihr hier.

– Maren

3 Kommentare bei „Kurzlebige Produkte: So hält dein Modeschmuck länger“

  1. Ich bin durch die Kommentierparty auf deinen Blog gekommen und darüber sehr froh, da er wirklich schön und interessant ist. Ich komme jetzt bestimmt öfter 🙂

    1. Au, schön, das freut mich, dankesehr:)

  2. Bei mir hängt der meiste Schmuck tatsächlich in einem Schmuckschränkchen, wo es wenigstens ruhig und unbewegt zugeht 😀 Groß dran herumspielen tu ich zum Glück auch nicht und zur Not könnte ich das meiste auch reparieren – weil ich es ganz oft auch selbst hergestellt habe 😉

    Liebe Grüße
    Nathalie

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