Zitronenkekse mit Weißer Schoklade [Für Faule]

Dass ich so bald mal über Essen und Rezepte blogge – und nicht nur Dinge à la “Pizza ist toll. Oh, wusstet ihr? Pizza ist toll.” schreibe, das hätte ich selber auch nicht erwartet. Ich koche zwar für mein Leben gern und wohl auch ziemlich lecker, allerdings immer so sehr nach Gefühl, dass es fast unmöglich ist, genaue Maßangaben und Anleitungen weiterzugeben. Dazu kommt noch, dass die Koch- und Backathmosphäre bei uns zuhause zwar urgemütlich ist, dabei aber alles andere als pinterestwürdig – also nix mit fancy Fotos.

Die Kombination aus einer neuen Kamera, Arianes Bildsprache-Post über Food Photography und den goldigsten und einfachsten Keksen ever hat dann aber doch zu einem Kribbeln in den Fingern geführt. Et Voilà, das erste Rezept bei Average Pony!

PRINZÄÄÄSSIIIIN!! War tatsächlich das erste, das mir in den Kopf schoss, als mein Liebster (Der die Kekse eigentlich gebacken hat, während ich Sojahack für’s Abendessen gebrutzelt habe. Geformt und bewundert haben wir sie aber immerhin zusammen.) und ich das erste Blech aus dem Ofen zogen.

Das Topping entstand eigentlich nur aus der Not heraus – nämlich durch eine unheimlich große Menge weißer Schokoplätzchen mit rosa Streuseln, die pur nicht übermäßig lecker waren und darum verkekst werden sollten. Und dann aussahen wie Kindergeburtstag mit Feen & Prinzessinnen. Aber ich lass euch mal nicht länger warten, sondern erzähle, wie’s geht. Und nebenbei gibt’s Fotos.

Das Rezept ist für ein Blech Kekse. Wir waren gierig und haben die doppelte Menge gebacken.

200 Gramm Mehl
75 Gramm Butter
75 Gramm Zucker
3/4 Päckchen Backpulver
1 Ei
Zitronensaft – so viel, wie’s dir am besten schmeckt.
Kekstopping nach Wahl

Mehl, Butter, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Ei und Zitronensaft zu einem schönen Teig verkneten. Mit dem Zitronensaft musst du, je nach Geschmack, nicht sparsam sein …ebenso kannst du ihn natürlich auch weglassen, aber dann schmecken die Kekse halt nicht nach Zitrone. Wir haben relativ wenig genommen, und so lässt sich nur ein leiser Hauch von Zitrone erahnen, wenn man davon weiß. Nächstes Mal würde ich eventuell zu frisch gepressten Limetten oder größeren Saftmengen greifen.

Wenn der Teig zu gatschig ist, fügst du einfach noch etwas Mehl hinzu. Ist er trocken und krümelig, braucht er etwas Wasser oder Milch.

Während der Teig nun noch im Kühlschrank oder auf dem Fensterbrett etwas ruhen kann, wird der Ofen schon mal auf 180° C vorgeheizt.

Ist der Teig gut knetbar? Der Ofen vorgeheizt? Super! Dann kommt jetzt der Part für Faule, denn das Ausstechen schenken wir uns, ebenso wie das großartige Verzieren hinterher.

Stattdessen nimmst du dir einfach eine kleine Menge Teig – so viel, wie du eben für einen Keks haben möchtest, rollst sie zu einer Kugel und drückst diese flach, bis du einen ca. 1 cm dicken Kreis hast. Dann ab damit auf’s Blech, Topping oben drauf und die Kekse für etwa 12 Minuten im Ofen backen.

Schokoplätzchen mit Streuseln sind natürlich wunderbar einfache Toppings – ebenso wie Karamellbonbons, M&Ms oder Smarties, einfache Schokoladenstücke, Nüsse …oder, oder, oder. Beachte aber, dass alles, was mal bei 180° C im Ofen war, danach nicht mehr ganz so aussieht wie vorher – Karamell und Schokolade schmelzen zu unförmigen Klumpen oder Geblubber, M&Ms platzen auf, und, tja, weiße Schokolade wird bräunlich.

Wenn du den etwas “verhauenen” Look nicht so magst, musst du dir leider mehr Arbeit machen, den Teig ausrollen, Kekse ausstechen und sie erst nach dem Backen mit Kouvertüre oder Zuckerguss verzieren. Ich find’s in Ordnung, wenn die Kekse etwas unterschiedlich und rustikal aussehen – zumal es auch einfach ein prima Gefühl ist, das Blech aus dem Ofen zu ziehen und nach einer kurzen Abkühlzeit völlig fertige Kekse zu haben.

Habt ihr auch einfache Keksrezepte auf Lager? Tipps für Food Photography? Tricks für Faule?

Ich hatte jedenfalls Spaß am Rezeptpost, am Kekseessen nebenbei und auch am Fotografieren, auch wenn’s noch ziemlich mühsam war. Sowas werdet ihr hier sicherlich noch immer mal wieder zu sehen bekommen! 🙂

– Maren

Ein Kommentar bei „Zitronenkekse mit Weißer Schoklade [Für Faule]“

  1. Hauptsache es schmeckt! Bei mir sehen Kekse und Plätzchen leider auch nie total gut aus, wenn ich sie wirklich schön mit Mühe und Zeit mache… hab da kein Talent dafür. ^^

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